Live

03.02.2018

Location: District 6 - Düsseldorf
Bands: Atrium Noctis, Soulslasher, MadneS
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Datura Noir
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Atrium Noctis: Oh, danke Kutscher! Ich glaube, dass die Leidenschaft für die Musik über die Jahre nie nachgelassen hat, im Gegenteil sogar. Sie ist noch gewachsen. Und im Songwriting und Arranging tun wir genau das Gegenteil, was in unserer heutigen schnell-lebigen Zeit maßgeblich zu sein scheint: wir lassen uns ganz viel Zeit. Ideen werden nicht unbedingt schlechter, indem man sie von verschiedenen Seiten aus betrachtet und sie reifen lässt. Erst wenn wir alle begeistert von einzelnen Riffs sind, werden sie auch verwendet. Du kannst Dir vorstellen, dass es manchmal Jahre dauert, bis ein Song genau so ist, wie wir ihn haben wollen. Ich habe eine Eselsgeduld dabei.

DKK: Und dann möchte ich von Euch wissen, wie man in der heutigen Schnellebigkeit der Szene ein Line Up seit 2002 konstant hält?

AN: Ich glaube, es sind verschiedene Eigenschaften, die dazu führen können: zum Einen Leidenschaft und Hingabe an die Musik, dann aber auch Loyalität, Disziplin und schlichtweg harte Arbeit. Ich muss allerdings auch in der augenblicklichen Situation darauf verweisen, dass sich nach fast zehn Jahren Bandarbeit Prioritäten der einzelnen Mitglieder im Hinblick auf Beruf, Familie und somit auch auf Bandarbeit ändern können. Und so ist in nächster Zeit aus genau diesen Gründen ein Besetzungswechsel zu erwarten. Alles hat eben seine Zeit. Aber keine Sorge, Atrium Noctis wird zwar einen Besetzungswechsel erleben, aber auch gleichzeitig mit frischem Blut verjüngt zu neuen Herausforderungen bereit stehen.

DKK: Die sinfonischen Momente entstehen bei Euch alle im Synthesizer, oder gehe ich da falsch mit diese Annahme? Wäre es für zukünftige Produktionen interessant, ein entsprechendes Orchester zur Zusammenarbeit zu bewegen?

AN: Ja, der größte Teil kommt vom Synthesizer, das hast Du richtig erkannt. Wer träumt da als Sinfoniker nicht von einem richtigen Orchester?! Aber es wird wohl ein Traum bleiben müssen.

DKK: Zu Eurer Inspiration: Alltägliches oder ganz bestimmte Themen?

AN: Das Thema Tod ist zentral in unserer Arbeit. In sehr verschlüsselter Form werden darin aber auch persönliche Erlebnisse verarbeitet.

DKK: Erzählt mir ein bisschen zum Entstehungsprozess von Home!

AN: Wir haben dieses Mal ewig gebraucht: insgesamt 5 Jahre bis die fertige CD mit Mastering und Booklet vorlag. Nachdem wir die ersten beiden CDs innerhalb von jeweils einem Jahr produziert hatten wollten wir uns dieses Mal Zeit lassen. Einige Erschwernisse, wie die Krankheit unseres Gitarristen und der Wunsch, einige Linien auf der bereits fertigen Produktion komplett neu einzuspielen, waren schon ziemlich zeitaufwendig. Aber ich finde, es hat sich gelohnt.

DKK: Da der Release nun schon einige Zeit zurückliegt: Waren die Reaktionen, wie Ihr sie erwartet habt? Wen wollt Ihr erreichen oder ist die Musik nur ein Mittel zur Kanalisation Eurer eigenen Vorstellungen?

AN: Im Großen und Ganzen sind wir schon sehr zufrieden mit der Reaktion der Reviewer. Leider ist es uns aber noch nicht gelungen, ein breiteres Feld der Hörerschaft zu erreichen. Grundsätzlich möchten wir uns zunächst als Musiker bezeichnen, die ihre eignen inneren Vorstellung musikalisch und lyrisch möglichst kunstvoll umsetzen wollen. Erreichen wollen wir jeden, der sich von dieser Form der Musik angesprochen fühlt.

DKK: Gibt es schon neue Pläne für ein Folgewerk, habt Ihr gar schon mit Schreiben begonnen oder ist erst einmal Ruhe vor dem Sturm angesagt?

AN: Ja, wir haben uns natürlich nicht auf die faule Haut gelegt und das Songwriting ist in vollem Gang. Ziel ist es, die nächste CD 2012, zum 10-jährigen Bestehen von Atrium Noctis, zu veröffentlichen.

DKK: Die Metalszene: Gerne schreien ja Puristen „Ausverkauf“ wenn eine Black Metal Band Synthis oder Keyboards benutzt. Seht Ihr Euch denn direkt in der Black Metal Szene? Und was haltet Ihr von diesen Vorwürfen?

AN: Eine Szene, die lebendig bleiben will, darf sich nicht verschiedenen Einflüssen verschließen, sonst wird sie irgendwann zum Relikt. Wir haben uns nie darum gekümmert, ob man dies oder das im Blackmetal „darf“ oder nicht, wir haben die Musik so gespielt, wie wir sie verstehen. Aus diesem Grund bewahren wir nicht die Asche, sondern versuchen das Feuer weiterzutragen.

DKK: Nochmal die Szene. Ihr seid sicherlich schon etwas länger als erst mit dieser Band im Metal unterwegs, richtig? Dann möchte ich wissen, was sich genau seit Euren ersten Gehversuchen als Fan und dann später als Band verändert hat. Positiv oder negativ?

AN: Ja, natürlich haben wir uns alle in verschiedenen musikalischen Richtungen in diversen Bands erprobt um zu dem Schluss zu kommen, dass das, was wir wirklich musikalisch machen wollen, der Sound von Atrium Noctis ist. Es ist gut, dass es für keinen von uns die erste Band war, weil wir die Zusammenarbeit von Gleichgesinnten möglicherweise damals gar nicht zu schätzen gewusst hätten.

DKK: Dann meine Lieblingsfrage: Was macht Ihr außer Atrium Noctis? Andere Projekte oder sogar ganz „normale Hobbies“? Natürlich müsst Ihr nicht antworten, wenn es Euch zu persönlich wird.

AN: Wir versuchen, keine Nebenprojekte zu haben, weil die Arbeit mit Atrium Noctis schon sehr intensiv ist. An ganz normalen Hobbies haben wir alle eines gemeinsam: wir sind alle fürchterliche PC-Zocker, haha. Und so kann es auch schon mal passieren, das eine halbe Stunde der Probe für Erfahrungen mit dem neusten Game draufgehen.

DKK: Achtung, Kitsch-Frage, aber ich will's wissen: Ihr habt alle einen Wunsch frei. Was würdet Ihr wählen?

AN: WACKEN!!

 

DKK: Ich bedanke mich herzlich für die Zeit, die Ihr Euch genommen habt, wünsche Euch weiter viel Erfolg und überlasse Euch das letzte Wort an die Leser.

AN: Holt Euch die Scheibe! Ihr werdet sie lieben oder hassen, aber eins wird ganz bestimmt nicht passieren: Atrium Noctis wird Euch nicht kalt lassen.

Last Updated on Sunday, 19 November 2017 11:37
 
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