Medienentwicklung Christoph Abels



Magazin: FFN Rock

 

ATRIUM NOCTIS - Aeterni

 


Punkte: 9/10

 

Sieben verdammt lange Jahre sind seit dem letzten ATRIUM NOCTIS Album „Home“ ins Land gezogen und bei der Ankündigung des neuen Albums habe ich sofort „Hier“ gebrüllt, denn die Kölner konnten in der Vergangenheit total überzeugen.

 

Mit „Datura Noir“ geht es dann sofort los und vor allem steht bei dieser Art des Gothic Black Metals das Keyboard des einizig verbliebenen Gründungsmitglieds Hydra Gorgonia oftmals im Vordergrund. Dies sorgt für einen geilen Bombast, wenn Sänger Hein mit seinen harschen Screams und den tiefen Growls den Kontrast bietet. Die Drums sind herrlich „trocken“ produziert, so dass die Snare schön batscht und über die cool griffigen Riffs gibt es auch nur positives zu berichten. So ist dieses über acht Minuten lange, monumentale Werk bereits ein Hammer und mit „Zerberons Erwachen“ geht es gleich umwerfend weiter. Anfangs ein wenig flott, dann vertrackt, dann extremst düster. Geil, was da in einem Stück für eine Atmosphäre aufgebaut wird und man das gehört hat, ist man süchtig nach der ATRIUM NOCTIS Mucke.

Absolut geil finde ich „AD“, hier wird anfangs ein wenig auf Mittelalter gemacht, um dann mit sehr guten Melodien weiter zu machen, doch wenn der herrlich abgehende Ausbruch kommt, fühlt man sich fast schon im Polka Metal zuhause. Das geht ab wie Sau und haut mich einfach um. Gute Laune Mucke und Gekeife, rasante Double Bass, klasse wie das fegt. Mit der erzählenden Stimme zu Beginn von „Leviathan“ kommt ein Übersong mit weit über neun Minuten Laufzeit, bei dem die Härte dank der Double Bass oftmals weit oben ist. Wenn die Kölner ins Mid Tempo heruntergehen, wird dank der Keys und einigen Samples oftmals dichte und wohltuende Atmosphäre versprüht, doch über allem kreist das harsche Keifen von Hein, der den Härtegrad enorm oben hält. „AD II“ ist hingegen ein kurzer, instrumentaler Song, der das Zeug zur Filmmusik hat, um dann mit „Die Nacht des Falken“ einen weiteren Hammer Song mit enormer Laufzeit zu haben. Hier wird verdammt viel auf Melodiebögen gesetzt, das Keifen ist und bleibt geil, vor allem kriegt es die Band mit dieser Atmosphäre hin, sich und uns in eine andere Sphäre mitzunehmen.

Das sanfte Instrumental „ADE“ beschließt die CD und für mich haben sich ATRIUM NOCTIS nochmals gesteigert, was in Summe 9 von 10 Punkten macht. Vergleiche zu Graveworm, Stormlord oder auch Dimmu Borgir sind sich nicht von der Hand zu weißen, aber die Kölner haben längst ihren eigenen Stil kreiert, so dass einem großen Sprung nach vorne nix im Weg stehen sollte.

 

 

Magazin: Nocturnal Hall

 

ATRIUM NOCTIS - Aeterni

 


Punkte: 8,5/10

 

Wohlig nostalgische Gefühle machen sich breit, wenn sich eine zarte, sparsam eingesetzte Frauenstimme mit einem kreischenden Gegenpart duelliert und flächige Keyboards mit wehmütigen Gitarrenleads gekreuzt werden. Ein paar deftige Growls dürfen auch nicht fehlen und so entwickelt sich das eröffnende Datura Noir trotz seiner üppigen Spielzeit zu einer kurzweiligen, dunklen Mini-Oper im Stile von Darkseed oder Crematory mit theatralischem Cradle Of Filth-Einschlag. Nach dieser eher getragenen Einleitung folgt bei Zerberons Erwachen ein forscher Tritt aufs Gaspedal, doch düstere Einschübe mit gesprochener Stimme und einem Keyboardteppich bringen Abwechslung ins Spiel. Die gruftige Stimme und der stolz schreitende Rhythmus verbreiten mit den schweren, teils zu dominant in den Vordergrund gemischten symphonischen Beigaben eine pechschwarze Aura. Nach diesen opulenten Kompositionen platzieren ATRIUM NOCTIS mit dem beschwingten Zwischenspiel AD I sehr geschickt eine vorerst locker-flockige Atempause, doch gegen Ende hin wandelt sich dieser direkt nach vorne preschende Song zu einer Art Speed-Folk-Attacke.


Kurz danach erscheint das monströse Leviathan als Herzstück des Albums mit gesprochener Einleitung, sanften Pianoklängen und schaurig-schönen Chören. Behäbig groovende Passagen wechseln sich mit Angizia-ähnlichen, herrlich perlenden Klaviermotiven ab, ein bisschen Bombast und groovige Takte mischen sich ebenso ein.


Wehmütige Melodien dominieren Die Nacht Des Falken zu Beginn, später tauchen galoppierende Rhythmen, gewohnt flächige Keyboards, eine elfenhafte Frauenstimme, gelungene Gitarrenharmonien und coole Grunz-Kreisch-Variationen auf. Die Spielzeit verfliegt ob dieser vielgestaltig fordernden und letztlich doch kongruenten Präsentation wie im Flug; da kommt der kontemplative Schlussakkord ADE gerade recht, um die im erfreulichen Sinne angestrengten Lauscher behutsam ans Ende zu geleiten.

ATRIUM NOCTIS gelingt hier die Symbiose aus gotischen Spannungsbögen, dezenter Symphonik, variablen Vocals, ratternden Grooves und beherzten Angriffen in stimmiger Art und Weise. Nur das blecherne Schlagzeug und die teils zu vordergründigen Orchestralarrangements beeinträchtigen den Genuss in marginaler Form, doch dieser nächtliche Trip vermittelt in seiner detailreichen, pathetischen, dann wieder heroisch schreitenden oder nachdenklich zurückhaltenden Manier ein umfassendes Hörvergnügen mit Tiefgang.

 

 

Magazin: Mindbreed

ATRIUM NOCTIS – “Aeterni”


Review by Fabian Bernhardt

 

Wenn es im Dunkelmetal noch echte Neuentdeckungen gibt, zählen Atrium Noctis ohne Zweifel dazu. Die sympathische Band aus Köln veröffentlicht mit „Aeterni“ nach knapp 7 Jahren ihr neustes Machwerk.

Der Opener „Datura Noir“ schwankt zwischen den älteren „Nachtblut“-Veröffentlichungen, kann durch seine epische Konzeption jedoch eine andere musikalische Klasse erreichen. Ein guter Einstig in ein tiefschwarzes Album. Hämmernde Drums und ultraschnelle Gitarren-Riffs sind die Merkmale von „Zerberons Erwachen“. Sicher keine leichte Kost, allerdings bearbeiten „Atrium Noctis“ auch eher die dicken Bretter. Eine musikalische Offenbarung, die diesem Sub-Genre sicher einige neue Inspirationsquellen verleihen dürfte. Alleine die Spiellänge von über 8 Minuten ist schon aufsehenerregend, alles nur, bis man begreift mit welcher Liebe zum Detail die Musiker an ihr Werk gehen. Unterbrochen wird dieses Epos durch eine Spoken-Word Passage, die euch das Blut in den Adern gefrieren lassen wird. Wer bei „Polka“ einen reinen Partysong erwarten wird, dürfte sich etwas wundern. Irgendwo zwischen Apokalypse und Pagan-Metal hat sich die Band hier einen Live-Garanten allererster Güte geschmiedet. Akute Headbangig-Gefahr! Mit „Leviathan“ begibt man sich auf die Erzähler-Ebene. Gewohnt opulent und episch wird hier die Sage in bester Manier dem geneigten Metaler nahegebracht. Dieser Track ist definitiv mehr als reine Musik, es ist eher ein vertonter Mythos, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Mit epischen Keyboardklängen wird der geneigte CD-Käufer in „Dvorak“ geleitet. Ein Stück, das den künstlerischen Anspruch von „Atrium Noctis“ eindrucksvoll untermauert. „Die Nacht des Falken“ überzeugt durch Tempiwechsel und einer atemberaubenden Atmosphäre, die man erst begreift, wenn man diesem Track einige Durchläufe gönnt. Mit „Acoustic Song“ geht diese eindrucksvolle CD besinnlich dem Ende entgegen.

Fazit: Atrium Noctis dürften mit diesem Album im Herbst für einige Aufmerksamkeit sorgen. Keine platte Metal-Attitüde, sondern sorgsam komponierte Stücke, die sowohl textlich als auch musikalisch anspruchsvoll sind, werden auf „Aeterni“ präsentiert. Man darf gespannt sein, wie sich die neuen Beiträge auf Live-Gigs bewähren werden.

 

 

Tracklis:

1. Datura Noir
2. Zerberons Erwachen
3. Polka
4. Leviathan
5. Dvorak
6. Die Nacht des Falken
7. Acoustic Song

 

 

 



Magazin: Monarch Magazine

Review by Slawek Migacz

 

...No more light guiding me...(In memoriam moriendi)


First look at the booklet of the album with original pictures of cemetery, lake&ship, a feather, a wolf, a house, a forest (a meaning of the band: Eternal gardens, a place for the souls of deceased) and I guess this must be a stone figure of the maestro himself Ludwig Van Beethoven...Those images are very close to nature and such importance relaxed me before confrontation with a music of this Germans.

...Well, I already have played the album once and I believe my first impression is my best so here are my thoughts on Home...

I think the album is compromised because has several, independent songs. Some are doomy, the other melancholic, sad songs are present and few black metal ones and yet only folk or metal-folk. It`s not like those genres always meet within one song. They rather hold each song to its own character, not mixing genres too much while performing one song. For me it`s good idea because it maintains simplicity of the album and those tracks are easier to listen to with such justified approach to music. Vocals are black or death metal. Pace of the album is from slow to mid tempo, sometime songs go faster. Music is very atmospheric by its symphonic elements. They use keyboards, accordeon, acoustic guitars to underline European culture, countryside music from a region where they get most inspired.
If you recall very early releases of Cemetery Of Scream for example then you are smart enough to find some similarities to Atrium Noctis, too.
Besides their original, epic and deeply dark compositions the band covers a 7th sinfonie, 2nd movement of Van Beethoven which is a set of variation songs entitled RIP.

I do not think the band is catching up with better understanding a studio productions because it`s not necessary best sounding album out there they allowed to have. I do not want to lose my interest to them because of a production of the album and it`s worth to say they could have done much better. Fortunately, as a band, music of Atrium Noctis puts me in a specific, glorious mood and that`s one of the most priceless happenings to me I wish circle to me back as often as possible..



Magazin: Metalmessage

ATRIUM NOCTIS

„Home“

(Naturmacht) 9/10

Von Grund auf ehrlich gemeinten und gemachten Symphonic Black Metal mit einer regelrecht immensen Ausschüttung von wohltuend griffigen Dunkelmelodien beinhaltet dieses Album der Kölner Band. Seit Jahren sind sie unter der ambitionierten Leitung von Tastenhexe, Komponistin und Herzblutfrau Hydra Gorgonia am Werk, und mittels „Home“ beweist die aktuell in Sextettformation aufspielende Horde eine gewaltige Steigerung zu ihren zuvor veröffentlichten Tonträgern. Majestätisch anmutende Lieder sind hier zu hören, die vor lauter Hingabe und Inbrunst der Macher teils gar düsterfeierlich erstrahlen. Diesmal haben die Beteiligten sich richtig reingehängt, und, wie es scheint, ihre eigene musikalische Linie definitiv gefunden. Der Albumtitel „Home“ ergibt für mich daher auch den Sinn, dass die Gruppe nun bei sich selbst angekommen ist, künstlerisch also nachhause gekommen ist. Was das herrlich genretypische Songmaterial auf emotionalem Sektor wirklich enorm aufwertet, ist das bewegend nachtromantisch erperlende Keyboardspiel von Überzeugungstäterin Gorgonia – passt einfach perfekt zu den packenden Saitenausbrüchen des enorm fingerfertigen Gitarrenkönners Scather. Letzterer ist zudem verdammt gut auf sich selbst eingespielt, wenn es darum geht, rhythmisch zu zünden – bravourös zu hören beispielsweise im dritten Track „Night Before“. Überhaupt, der Kölner Sechser liebt es deutlich hörbar, entschlossen eingesetzte Klassik-Einflüsse mit heftigem Bombast zu großer Klangpracht empor steigen zu lassen – und das schließt des Öfteren auftauchendes mittelalterliches Ambiente nicht aus. Zum Glück für sämtliche Atmosphären auf „Home“, denn man kann die Platte vielmals hintereinander am Stück hören, ohne dass sich Einbußen in Sachen Stimmungsspannung einstellen – ganz im Gegenteil sogar, der Silberling offenbart mehr und mehr reizvolle Facetten, je öfter man sich ihm hingibt.

 

Was die ergreifend opulent ausgestalteten Arrangements an sich angeht, da macht dem standhaften Symphonic Black Metal-Kommando aus deutschen Landen wohl niemand so schnell was vor. Apropos, während sich also so viele andere Truppen aus diesem Spektrum leider immer mehr primär danach richten, was ihre (durch die ansteigende Zahl an Metier-Bands tendenziell offenbar immer mehr überforderten) Anhänger hören wollen und sich in qualitativ defizitäre beziehungsweise trendige Spektren verirren, hören Atrium Noctis viel lieber auf ihre inneren kreativen Eingebungen. Und wer nun eventuell meint, es hier mit ausschließlich verträumten Musikanten zu tun zu haben, den belehren die vielen hochaggressiven und zuweilen mitreißend rasant inszenierten Taktexplosionen eines Besseren. Schlagzeuger Fugger haut immer wieder voll rein, und dabei klingt sein dynamisches Drumming stets ergötzlich organisch, also alles andere als steril – was aber auch an der verdammt guten Produktion des beinahe beängstigend gehaltvollen Langspielers liegt. In diesem Sinne muss auch die trainierte Leistung von Vokalist Damian unbedingt erwähnt werden, der von abgrundtiefen Growls über aufwühlende Grimmigkeits-Klagegesänge bis hin zu bitterbösem Diskant eigentlich alles gut draufhat. Ein echt leidenschaftlich vorgehender Schwerarbeiter, der erfreulicher Weise weder sich noch die Hörer schont! 

Alles in allem ist „Home“ dermaßen komplex, detailverliebt und vielfältig, dass das Gesamtwerk mitsamt seinen zwölf Tracks (inkl. Bonus-Clip „Spuren eines Wolfes“) beileibe nicht auf die Schnelle zu erfassen ist – doch wer sich wirklich für eine Veröffentlichung wie diese interessiert und sich damit eingehend beschäftigt, dem winkt riesiger Hörgenuss. Also, ich könnte mich hier ja nur zu gerne noch seitenweise austoben, so viel Interessantes, Spannendes, Überraschendes und Hörenswertes gibt es hier zu entdecken – tut euch was Gutes, holt euch die Scheibe und genießt sie einfach selbst so ausschweifend wie ich!

© Markus Eck

(25.10.2010)

 

 

Magazin: Legacy

Label: Naturmacht

Erschienen in Ausgabe Nr.: 071

Written by  Markus Seibel

Ja, er existiert noch: Black Metal abseits von Immortal und Marduk! Und sogar aus Köln erreicht uns dieser Tage eine sehr interessante Scheibe, die versuchen will, die Dominanz der eben genannten Referenz-Bands zu brechen. Was als erstes auffällt, sind die enorm melodiösen Gitarren-Parts, die sich wie ein roter Faden durch alle Lieder ziehen. Die Vocals sind fast schon death-metallisch: böse, jedoch nicht allzu tief und immer noch einigermaßen variabel... Die Songs schmettern durch ihr abwechslungsreiches Riffing, gespickt mit Keyboards, ein derart eingängiges und gleichzeitig ausreichend hartes Todesmetall aus den Boxen, dass das Zuhören eine wahre Freude ist. Das Tempo ist mittelschnell bis schnell, der Songaufbau wie in alten Black-Zeiten, und das Songwriting zeugt von musikalischer Kreativität und Ideenreichtum. Die Drums und Vocals hätten an einigen Stellen etwas lauter und klarer sein können, aber dafür sind die Gitarren sehr differenziert abgemischt und der Sound insgesamt ausreichend druckvoll. Wie steht es doch so schön in der Presseinfo: "ein Schlag ins Gesicht für den bekannten schwarzmetallischen Sound". Da kann man sich nur anschließen. Das Album der Deutschen ist nichts für den moshenden New School Black Metal-Fetischisten. Aber allen, die entweder auf den Sound der früheren Tage stehen, oder die einfach den harten melodischen Metal mögen, der nicht in horrendem Tempo über alles und jeden hinwegfegt, sei die CD wärmstens empfohlen!

Bewertung: 11

 


Magazin: Des Kutschers Kunst

Atrium Noctis

Home

25. April 2011

Spieldauer 61:05 min

Köln, Deutschland, Ortszeit ungefähr 23:00 Uhr. Das Mädel und die Jungs von ATRIUM NOCTIS werden es wohl kaum ahnen, aber zu gleicher Zeit sitzt jemand mit seiner Micky Maus auf den Lauschern in seinem Büro in einem oberfränkischen 10.000 Seelen-Kaff und kommt von deren Musik nach dem ersten Durchlauf nicht mehr los. Doch wir wollen von vorne beginnen...

Über Metal Message kam ich an die CD der Black Metal Band aus Köln. Auf dem Cover liegt eine Person in ein Totenlaken gehüllt und ein Schatten eines Engels zeigt sich im Hintergrund. Soweit, so passend der Titel „Home“.

Die Scheibe beginnt erhaben mit Geigen und akustischen Gitarren, bis die erste Attacke über mich hereinbricht. Ab diesem Zeitpunkt gibt es kein Zurück mehr, ich bin gefangen in einer Symbiose aus klassischer Sinfonie, erhabenen Melodien und kalter Boshaftigkeit, von der ich bisher nicht zu träumen wagte.

Es gibt meiner Meinung nach zwei Vorreiter im sinfonischen Black Metal, die sich da DIMMU BORGIR und CRADLE OF FILTH nennen. Jedoch kommt bei beiden der Black Metal Anteil bei weitem nicht an die aggressive Leidenschaft heran wie bei dieser unverbraucht klingenden Truppe, auch wenn manche nun wieder „Der übertreibt doch maßlos“ schreien werden. Einzig die klassischen Arrangements aus Norwegen und England sind vielleicht einen Batzen pompöser. Aber gerade dieser, nennen wir es einmal Minimalismus (obwohl das bei sinfonischen Elementen nicht zutreffen KANN), verleiht der vorliegenden CD ihre Authentizität. Und das ist gut so.

Verschiedenste Instrumente verleihen den Stücken zusätzliche Abwechslung, die man hier hervorheben sollte. Sie sind musikalisch auf der Höhe der Zeit, ohne den Geist des Black Metal zu verlieren. Ich persönlich denke, so sollte heutzutage eine Verbindung aus rohem Black Metal und Zitaten der klassischen Musik klingen.

Derartiger Intensität und dem zugefügten Herzblut sieht man sich selten ausgesetzt. Ich möchte in Zukunft auf jeden Fall mehr von dieser, nach meiner Meinung, Hoffnung am deutschen Black Metal Himmel hören. Damit schließt sich der Kreis, Ortszeit ca. 23.00 Uhr... Achja, die Scheibe enthält ein Video zum Song „Spuren eines Wolfes“.

Der Kutscher


 

Magazin: Metalmasters.eu

Geschrieben von Warmaster

 

Bewertung

8.0 von 10 Punkten
Kaufempfehlung

ATRIUM NOCTIS: Home

Veröffentlicht: Montag, 4. Oktober 2010
Label: Naturmacht Productions
Stilrichtung: Black Metal
Beschreibung des Musikstils: Symphonic Black Metal

Ein atemberaubendes Album !!!

ATRIUM NOCTIS aus Köln hatte ich ein paar Jahre aus den Augen bzw. aus den Ohren verloren, aber unlängst sandte mir das teutonische Sextett ihr aktuelles und hier vorliegendes Album zu, welches nunmehr etwas näher beleuchtet werden soll.

Und gleich beim Opener, „In Memoriam Moriendi" kommt wieder dieses schwelgerische Gefühl auf, welches eine weite verschneite Winterlandschaft vor dem inneren Auge entstehen läßt, woselbst ein hungriges Wolfsrudel sich am Waldesrand heulend Gehör verschafft, während der fahlsilbrige Vollmond den zu blauem Eis erstarrten kaltglitzernden See eindrucksvoll beleuchtet.

ATRIUM NOCTIS haben die Gabe beeindruckende und fesselnde Melodien und bis ins Letzte durchdachte Instrumenten-Arrangements zu erhabenen Kompositionen zu verweben, welche ihresgleichen suchen.

Eingerahmt wird dieser in dieser Art und Weise wohl nicht allzu häufig zu Gehör kommende Soundteppich von Hydra Gorgonias dezent, aber durchaus akzentuiert eingesetzten Keyboards und von Damians exzellenter Stimme, welche die ganze Bandbreite extremer Musik mal keifend, mal grunzend ausdrucksvoll präsentiert.

Leichte Gothic-Anklänge, folkloristische Elemente („RIP II"), klassische Ausflüge (eine geniale Huldigung des göttlichen Ludwig van Beethoven auf „RIP I"), orientalische Tupfer („Azazel") und unheilvolle Soundtrack-Sequenzen („First Day In Hell") runden diese zuvor geschilderte Mischung glaubwürdig und höchst unterhaltsam ab.

Für dieses Album der Domstädter sollte man sich richtig viel Zeit nehmen, flackernde Kerzen anzünden, in dessen Schein man dann einen schönen Single Malt genießen und sich in die düstere Welt von „Home" hineinfallen lassen kann und später (hoffentlich) nach einer guten Stunde Bombast-Black-Metal daraus verzückt und um allerlei verschiedene Sinneserfahrungen reicher wieder aufwacht.

Anspieltip ist somit der komplette Silberling – alles andere wäre nicht angemessen.

Toller Sound, ein aufwendig gestaltetes CD-Booklet und kein einziger Ausfall auf einundsechzig Minuten Spiellänge – Anhänger sinistrer atmosphärisch-düsterer Klänge, was willst Du mehr ?

8 fette Punkte mit starker Tendenz zur 8,5 !!!

Die CD bekommt ihr bei der Band selbst bzw. bei Naturmacht Productions.

 



Magazin: Totenruf

 

Home

Künstler: Atrium Noctis
Label: Naturmacht Productions
Genre: Black-Metal
Bewertung: 9/10
Autor: Daniel

Endlich mal eine neue Veröffentlichung aus dem hause Naturmacht Productions, diesmal wartet das Label welches zu einen meiner Lieblinge unter den vielen Tonschmieden geworden ist, mit einer Veröffentlichung aus deutschen Landen auf. Was mich sehr überrascht hat, war als ich mich über Atrium Noctis bei der Encyclopedia Metallum schlau machte und feststellte das die westfälische Band aus mehr als nur einem Mitglied besteht. Da ich bis jetzt ja ausnahmslos Promos aus diesem Haus bekam mit Soloprojekten welche bereits schon viel Anklang bei Totenruf finden konnten.
Schaut man auf die Veröffentlichungsliste fällt dem aufmerksamen Beobachter eines auf und zwar das die fünf Musiker nicht gerade faul waren in ihren acht Jahren. Das hier vorliegende Scheibchen ist bereits Langrille Nummer drei davor und dazwischen erschienen DVDS eine davon eine Live die andere scheinbar eine Art Demo.

Aber genug im Vergangenen gewühlt kommen wir doch mal zu den jetztigen Qualitäten des äußerst geheimnisvollen wirkenden Albums Home. Wenn ich mir das Cover anschaue ohne mich näher mit der Musik zu beschäftigen würde ich oberflächlich Atrium Noctis des Gothic Metals bezichtigen, aber wer will sich schon oberflächlich mit einem Thema wie Musik beschäftigen. Kratzt man etwas an der Oberfläche kommt darunter melodischer Black Metal zum Vorschein. Black Metal der einen nicht mit dem Vorschlaghammer trifft sondern ehr etwas ruhiger und bedachter zu Werke geht. Den wichtigsten Aspekt und der Großteil der Platte wird von einem Keyboard dargebracht, was auch leider stark an manchen Stellen von den anderen Instrumenten ablenkt. Besonders gut gefällt mir der Gesang der von Kreischen und Growlen lebt. An den Stellen bei dem das Keyboard in den Hintergrund rückt, setzen Atrium Noctis die Gitarren und das Schlagzeug etwas schneller an.
Es hapert zwar an manchen Stellen noch etwas, aber Home weist doch mehr Plus als Minus Aspekte auf. Für mich entpuppte sich die CD als sehr solides und melodisches Album, das in manchen Momenten an die älteren Werke der Aporeiter erinnert.

 

 

Squealer-Rocks.de CD-Review

Atrium Noctis - Home

Genre: Symphonic Black Metal

Review vom: 20.02.2011
Redakteur: Metalhead
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label: Naturmacht Productions


Na, so was! Das Schaffen von ATRIUM NOCTIS ging bislang gänzlich an mir vorbei, und dabei bewegen sie sich in einem Genre, das zuletzt immer stärker in meinen Blickpunkt gerät. Die Truppe aus Köln ist im Symphonic Black Metal zu Hause und veröffentlicht mit "Home" bereits das dritte Full-Length-Album.


Die Grundlage der Melodien, mit denen ATRIUM NOCTIS auf diesem Album mitzureißen verstehen, sind manchmal klassisch begründet, teilweise von folkloristischem und sogar orientalischem Ursprung oder könnten auch sehr passend einen Fantasy-Film musikalisch umrahmen. Die Kölner offenbaren dabei einen immensen Ideenreichtum, denn, obwohl vieles düster-opulent ausgerichtet ist, ähneln sich einzelne Melodien nicht, sondern sie haben alle ihre eigenen Akzente.

"Home" ist ein Album, aus dem ich keine individuellen Tracks als mögliche Anspieltipps herausreißen möchte. Das Werk lebt von der Atmosphäre, die die starken Melodien erzeugen. Und diese Melodien und die unterschiedlichen Stimmungen einzelner Songs arbeiten wiederum miteinander, ergänzen sich und fügen sich zu einer großen Einheit zusammen, um dauerhaft die Dramatik und Spannung aufrecht zu erhalten. So wird aus "Home" ein Werk, das ein wahres Kopfkino entfachen kann, wenn man sich von der Musik treiben lässt und sie in sich aufzunehmen vermag.

Mir geht es auch so, dass "Home" mit jedem Hördurchgang noch ein bisschen besser wird. Man kann gar nicht gleich alle Feinheiten entdecken. Beim ersten Mal wird der Hörer vor allen Dingen durch die Grundmelodien gefesselt, später kristallisieren sich dann die ganzen kleinen musikalischen Perlen, die ATRIUM NOCTIS in dem Album versteckt haben, heraus – einzelne Melodieparts, schöne Harmonien, inspirierte Riffs, die kunstvolle musikalische Umsetzung von Emotionen, bezaubernde akustische Einflechtungen oder die gelungene Fusion aus Atmosphäre und entfesselter Energie. Und sogar gelegentliche Dissonanzen werden treffend eingesetzt.

Die technische Leistung ist natürlich auch einwandfrei – wie könnte es bei solch einem gelungenen Album auch anders sein. Einzig in den Vocals sehe ich noch ein wenig Raum zur Steigerung, denn manchmal wirken die Growls und Screams noch etwas zu einförmig. Außerdem sollte die Band über möglichen Einsatz von cleanem Gesang nachdenken, um den Sound noch variantenreicher zu gestalten und ihm eventuell noch mehr Epik zu verleihen.

Im Fazit ist "Home" ein mehr als gelungenes Symphonic-Black-Metal-Album. Freunde alter Graveworm, Anhänger von Bands wie Dekadent, Dark End und Carach Angren und alle, die den Schwarzmetall auch opulent und atmosphärisch mögen, sollten sich das dritte Werk von ATRIUM NOCTIS nicht entgehen lassen.



schwarze-news.de

Spjelke_Ulv in Metal Reviews, Reviews

Atrium Noctis - Home

Die Band Atrium Noctis sind schon seit 2002 am Musik machen, zwei Alben wurden schon veröffentlicht. Allerdings hatte die Gruppe während ihres achtjährigen Bestehens schon drei Sängerwechsel, von den übrigen Instrumenten ganz zu schweigen…

Dass sie trotzdem eine so gut aufeinander abgestimmte Einheit bilden und sich nicht aus der Bahn werfen ließen, zeugt von ihrer großen Leidenschaft für die Musik. Inzwischen sind sie beim Label Naturmacht unter Vertrag, und nun steht ihr drittes Werk „Home“ in den Startlöchern, das hier eingehend rezensiert werden soll.

Und das ist nicht nur bei mir eingegangen, sondern ging auch gleich ins Ohr: Der Opener „In Memoriam Moriendi“ spielt gekonnt mit dem Kontrast aus getragener melodischer Schwere und aggressivem Gesang und Schlagzeug. Auch wenn das ganze zeitweise eher nach einem Epos von Equilibrium klingt, passt die Bezeichnung Symphonic Black Metal doch ganz gut zu dem, was das Kölner Sextett da abliefert.

Der darauffolgende Song ist eines von vier Instrumentalstücken, die auf dem Namen RIP I – IV hören. Hier vermittelt die Band ein Bild ihrer musikalischen Bandbreite, die auf diesem Album von Sanften Flötentönen bis zu messerscharfen und durchdringenden Gitarrensoli reicht.

Hervorstechendes Element dieses Albums ist der Gegensatz zwischen der Melodiefraktion und den „Krachmachern“ – Sänger Damian hat ein mächtiges Organ und scheut sich nicht, das geziemend einzusetzen.

Besagtes Element kommt natürlich jeweils stärker oder schwächer zum Einsatz.

Ein wahrhaft düsteres Epos ist „First Day In Hell“. Ganze 10 Minuten geht das Stück, und zwar sowohl über die volle Zeit packend komponiert als auch abwechslungsreich, wie sich das gehört.

Gleich danach folgt ein weiteres Bombast-Stück namens „Azazel“, und auch wenn in den ersten 8 Minuten eher auf klassische Art im Tieftonbereich herumgeschrammelt wird, so versüßt einem das Keyboard doch die letzten 3 Minuten mit ein paar schönen Klangspielereien.

Beim titelgebenden Song „Home“ zieht das Tempo noch einmal ordentlich an, um im Verlauf an Geschwindigkeit und Dynamik zu verlieren, schießlich klingt das Album sanft mit der Akustik-Gitarre auf „Eternal Gardens“ aus.

Fazit:

Eine sehr professionelle Band, die das was sie verspricht, nämlich „sinfonischen Melodic Black Metal mit bombastischen Arrangements und verschlingend tiefgründigen atmosphärischen Düsterpassagen“, auch hält.

Über eine solche Bandbreite vollkommen souverän zu agieren, dazu gehört schon einiges an musikalischem Können und Erfahrung.

Alles in allem ein sehr abwechslungsreiches Album, dass durch seine bis ins letzte Detail ausgefeilten Arrangements zu überzeugen weiß.

 



FFM Rock

Geschrieben von Jochen Strubel
20.02.2011
Ich bin richtig froh, dass man mich auf ATRIUM NOCTIS aufmerksam gemacht hat, denn sonst hätte ich wirklich was verpasst. Schon zum dritten Mal legt das Sextett aus Köln einen Longplayer vor und viele reden von symphonischem Black Metal der Marke Dimmu Borgir oder auch Cradle Of Filth.
Das kann man so stehen lassen, zwar nur in weitem Vergleich, denn beim Opener "In Memoriam Moriendi" kommt mir da nach dem warmen und bezierzenden Key Klängen von Hydra Gorgonia in der Musik sofort Graveworm in den Sinn. Das liegt vor allem an dem Wechselgesang von Sänger Shaitan, der immer im Wechsel aus Screams und Growls agiert, wozu die teils fordernden, aber immer geil melodischen Riffs von Scathar, der gut zu hörende Bass von Morpheus und natürlich den starken Key Parts von Hydra Gorgonia ihr übriges tun. So ist man im ersten Stück schon an die Musik der Kölner gefesselt und so kann es nach meinem Geschmack gerne weiter gehen. Schon ein Brett, dass das instrumentale "RIP I" von Ludwig van Beethoven stammt und man danach mit "Night Before" den bereits eingeschlagenen Weg konsequent beibehält. Hier stehen zu Beginn Growls und Screams im Zusammenspiel mit den Keys, während die Riffs etwas in den Hintergrund treten, was das melodische mehr zur Geltung bringt. "RIP "II" ist wieder ein kurzes Instrumental, geht hier aber etwas mehr in die Folk Richtung und dann wird es mit dem über zehn Minuten langen "First Day in Hell" erst mal richtig düster und mysteriös, bevor Drummer Fugger zum ersten Mal einen gewaltigen Blast Ausbruch vom Stapel läßt. Geil, wie ATRIUM NOCTIS hier dann immer fett zwischen Up Tempo und Geballer hin und her pendeln, ohne die symphonischen und tragenden Keyboard Passagen zu vernachlässigen. "Azazel" kommt sogar mit über elf Minuten Spielzeit an und auch hier ist anfangs eine ganz düstere Grundstimmung am Start, die sich richtig gut entfaltet, bevor es dann auch mit heftigem Gebolze weiter geht und hier ganz brutal gehämmert wird. Doch immer schaffen es die Kölner, durch geschickte Breaks die Spannung immer weiter aufzuziehen, so dass man schon gespannt auf das nächste Leckerli in Form eines Tempo oder Gesangsart Wechsel gespannt ist. Und so kommt es auch, brutale und heftige Parts treffen auf symphonische Wärme, Growls und Screams sind ständig im Wechsel und auch die Riffs bewegen sich ständig zwischen Treiben und Melodie hin und her. Mit lieblicher Einleitung eröffnet "Ikarus", bevor die Riffs in Sachen harten Melodien ein Feuerwerk entfachen und durch die Double Bass ein Donnerhall aufkommt, der mit den sanften Piano / Key Klängen etwas abgeschwächt wird, doch durch das harsche Gekeife die Aggression wieder phantastisch ansteigt. Entspannen und genießen ist nun bei dem erneut instrumentalen "RIP III" angesagt, doch dann kommt mit dem deutschsprachigen "Spuren eines Wolfes" ein hymnisches und monumentales Werk auf uns zu. Richtig majestätisch eröffnen die Keys mit ordentlichem Drumming, die Riffs bauen sich voll fett auf und es entsteht eine bombastische Nummer der Sonderklasse. Wieder instrumental ist "RIP IV", doch dieses Mal schön metallisch mit geilem Solo und symphonisch treibenden Keys. So steht nun der Titeltrack an, der auch so einen Mischung aus Pagan und symphonisch angehauchten Black Metals ist, der einem im Ohr bleibt, auch wenn mir gerade hier die Riffs ein wenig zu sehr im Hintergrund stehen. Mit sanfter und romantischem Flair beendet "Eternal Gardens" das Album, das ich mir immer und immer wieder anhören werde, da es mich wie schon gesagt mehr an meine Freunde von Graveworm erinnert, als alles andere. Einzig in Sachen Sound hätte man noch etwas mehr Druck fabrizieren können, aber ansonsten, klasse Scheibe, die der Band viel Aufmerksamkeit bringen wird.



Monsters and Critics

Von Andre Friebel
10.02.2011

Sie erzählen von der fliehenden Sonne, berichten von den Toten und ziehen uns tiefer hinab in die Dunkelheit und Kälte der Nacht. Sie hüllen uns ein –  in Worte, in Klänge und Melodien. Sie sind die Boten, sie sind der Vorhof der Nacht… so oder so ähnlich könnte man das neuste Werk „Home“ von Atrium Noctis beschreiben. Es ist das dritte Studioalbum nach „Blackwards“ (2004) und „The Eyes of Medusa“ (2005) der Kölner Band um Bandgründerin Hydra Gorgonia.

Das Sextett hat sich dem symphonischen Melodic Black Metal verschrieben. Bei gut 60 Minuten Gesamtspielzeit des neuen Album überzeugen sie hier mit ihrer Mischung aus Black Metal, tiefschwarzen Düsterpassagen, keifenden sowie growlenden Vocals, einer soliden Instrumentenführung , einfleischenden Riffs und dem ein oder anderen Klassikeinfluss.  An dieser Stelle ist es schwierig alle Facetten von Atrium Noctis zu nennen, die in „Home“ einfließen. Es ist wieder das Gesamte, welches hier als Kunstwerk betrachtet werden sollte. Auch wenn mir die Band bis dato unbekannt war, so kann ich doch sagen, dass ich beim ersten „Probehören“ doch positiv überrascht war.

Atrium Noctis scheinen einen festen Weg eingeschlagen zu haben, wo nicht zuletzt auch der Albumtitel drauf schließen lässt. In reinster Symbiose aller Einflüsse setzt sich dieses Album zusammen ohne dem Ganzen einen Abbruch zu tun. Denn je öfter man den einzelnen Liedern lauscht, umso mehr einzelne Passagen und Melodienbögen  kommen zu Tage. Besonders die Keys von Hydra Gorgonia schaffen Raum um sich von dieser Musik frei  tragen zu lassen. Aber auch die fantastische Saitenführung von Scathar sollte an dieser Stelle nicht vergessen werden. Sie ist mitunter dafür verantwortlich, Passagen aneinander zu binden oder auch gezielte Riffs durch die Gehörgänge sausen zu lassen. Zusammen mit dem überzeugenden Druming, welches jeden Moment nahezu perfekt angepasst ist, wird hier ein sehr abwechslungsreiches Werk geschaffen welches für sich steht und immer wieder neu fesselt. „Home“ ist ein Album welches definitiv einen hohen Anteil von Härte aufweist, aber sich in den passenden Momenten darin versteht den Melodic-Anteil nicht außen vor zu lassen. Mit dem Ergebnis kann die Band jedenfalls vollkommen mit sich zufrieden sein.

Aufgenommen wurden die zwölf neuen Songs übrigens durch Oliver Weiskopf im Stonehenge Studio in Siegburg und anschließend in den Strype Audio Studio Oslo gemastert. Jedenfalls ist so ein Silberling  entstanden, dessen Kauf ich nur empfehlen kann. Ich denke nun, dass ich genug über das Album und deren Stil geschrieben habe. Ein jeder sollte „Home“ eine Chance geben. So lasse ich das jetzt mal stehen bevor es noch Romane werden hier.

 


Sea of Tranquility - Atrium Noctis: Home


Home came in as a really nice surprise. This quintet is hailing from Cologne, France. This is their latest effort; an hour long CD of good melodious darkness.

 

Although this album is hard to describe, I can say that it has the epic pagan label stamped on it. This is no simplistic act and their music touches different styles, moods and emotions. Eclectic and highly creative, Atrium Noctis is certainly, without having that avant-garde vibe mind you. On the other hand, a certain adventurous feel is showing up once and a while. Dual vocals composed of rasps on lead and growls backing them up, are you story tellers on this opus. Symphonic and ambient keyboards are adding a pleasant atmospheric tonality to many compositions. At times, they have a very good rendition of flute and violins, so one can mistakenly take them for the real organic instrument. Speaking of which, there are three instrumentals where the classical guitar work can be heard, to our greatest pleasure. The black /pagan metal canvas is crafted from varied paces, mostly moderate though, different moods, crunchy riffs and distorted guitars, all of this completed by numerous twists and turns. The compositions are elaborate, especially in the long lasting numbers like: "First Day in Hell" and "Azazel". The first one has a progressive edge while the other moves from doom, black and Oriental tones and is one of my very favorite tunes. Of course, all the shorter instrumentals with classical guitars are included in that list too.

 

Home is a beautifully dark, melodic and moody piece of European music.


Track listing:
1. In Memoriam Moriendi
2. RIP I
3. Night Before
4. RIP II
5. First Day In Hell
6. Azazel
7. Ikarus
8. RIP III
9. Spuren Eines Wolfes
10. RIP IV
11. Home
12. Eternal Gardens long fade 14dec

Added: October 1st 2010
Reviewer: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
Score:
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Hits: 174
Language: english

 


Magazin: Elitarian Music

ATRIUM NOCTIS – “Home”

July 29th, 2010

ATRIUM NOCTISHome

Full – Length, Naturmacht Productions

July 21st, 2010

Symphonic Black Metal

7,5/10

Hailing from the town of Cologne, Germany, Atrium Noctis are a five-piece led by female keyboardist Hydra Gorgonia, who gathered the first nucleus of the band in 2002. Since then, they have already released two full – length albums, and even two DVDs, and Home is their third album, released by Naturmacht Productions. What Atrium Noctis perform can be easily labelled as Symphonic, melodic Black Metal, and this means that keyboards obviously play a major role in their music, being strongly highlighted in the overall sound.

Although the songwriting process for this album began around 2007, and the album itself has just been dished out, Home sounds, in terms of songwriting and approach (and, to some extent, production, which is surely not overpolished at all as one would expect from a contemporary Symphonic metal release) like an album put out back in the period when the band itself was established, and this made me appreciate Home more than I had actually anticipated at first (this might sound like a contradictory statement to some, unless you consider that ten years ago, metal bands that were able to compose worthy songs with at least a decent amount of ideas were not a rarity as much as they are today). There is a tangible reminiscence of late 90’s/early 00’s laid across the aggressive riffs leavened in aristocratic, old-styled synths in a coupling that often recalls early Gernotshagen and the Blacken the Angel era of Agathodaimon, as for example in opener In Memoriam Moriendi, but Atrium Noctis also incorporate some Folkish nuances as well, which come to the fore on such tracks as Night Before, the third song, and above all the title track Home, both featuring some extemporary passages that almost recall the melodies of old Ensiferum, plus some of the instrumental interludes that alternate with the actual songs throughout the tracklist.

The result, which is further on peppered with some slow, Doom-ish sections as in First Day in Hell (a song that also features more aggressive blastbeat-driven sections and several recalls to the sound of old Dimmu Borgir) and occasional Death Metal riffs (Azazel) holds few more surprises, but is surely appreciable, within these boundaries. There are also tracks that have trouble standing out, such as Ikarus and Spuren eines Wolfes, still, quality is generally at least quite good.

If I had to level any real criticism at Atrium Noctis’s third effort, it would simply be the evident lack of anything remotely innovative or groundbreaking, yet this is not necessarily a catastrophic thing when an album it’s composed in a competent and enjoyable way as Home is. Very good!

 

 

 

 



Recording Lineup:
Hydra: Keyboards
Chim: Vocals
Scather: Gitarre
Sturm: Gitarre
Kalaschnikov: Bass
Fugger: Drums






Magazin:
Behind the Veil
Album: The Eyes Of Medusa [Self Financed]

While this German black metal act prepares their new third so far album, we have the chance to hear their second release “The Eyes Of Medusa” which was released last year. In this work Atrium Noctis has included nine tracks and almost fifty five minutes of pure atmospheric black metal music. Even if the band has only two studio releases they have already got three live DVD. Atrium Noctis is a really active band! Now musically, even if they walk in such an extreme metal path, they have achieved to add in their compositions many keyboards and have a great dark atmosphere while the black metal elements are always in the next corner in order to haunt your soul. I know that for the fans of old school black metal, the stuff from Atrium Noctis isn’t black metal but for the rest of us it is and the band gives us the chance to listen toan above average melodic black metal disc. I am really curious to hear their newest work, which probably will be ready in the end of this year. If you like CRADLE OF FILTH or DIMMU BORGIR then for sure you will adore Atrium Noctis and imagine they have more classical music elements inside their well worked compositions.

Bewertung: 7,5/10
Antonis Maglaras





Magazin: Arising Realm
Album: The Eyes Of Medusa [
Eigenproduktion]

Die seit knapp fünf Jahren bestehenden Atrium Noctis haben sich voll und ganz dem Black Metal verschrieben. Veröffentlicht wurde „The Eyes of Medusa“ aber schon im Jahr 2005 ! Für 2007 ist, sollte ich richtig informiert sein, der Nachfolger der mir vorliegenden CD geplant. Die Deutschen legen ein Höllentempo vor, alle Achtung. Gerade im Unsigned-Bereich ist so etwas nicht Standard. Doch zurück zur Musik, denn die ist äußerst gelungen. Dies überrascht wenig, hat doch Keyboarderin Hydra Gorgonia (der Name klingt gefährlich!) das ganze Material im Alleingang komponiert. Alle Songs sind überlang ausgelegt und bieten überdurchschnittlich gutes Schwarzmetall, dass sich sowohl an Szenegrößen wie Emperor, aber auch gelegentlich an Limbonic Art orientiert. „The Eyes of Medusa“ ist aber keinesfalls als Kopie eben genannter Bands zu verstehen, vielmehr versuchen die Jungs und das Mädl ihren eigenen Stil zu kreieren, der sich nicht nur auf eine Spielart des Black Metal versteift, sondern offen für neue und andere Einflüsse ist. Natürlich wird das Rad nicht neu erfunden, doch mit den hier vorliegenden Songs kann man mit Sicherheit bei Schwarzkittel- Trägern überzeugen.

Bewertung: 8/10
M.F.


Magazin: Regiomusic

Album: The Eyes Of Medusa [
Eigenproduktion]

Die 2002 gegründete Kölner Formation ATRIUM NOCTIS haben 2005 schon ihr zweites Full-Lenght Album veröffentlicht, das den Namen "The Eyes of Medusa" trägt. Die CD ist sehr proffessionel gestaltet: schickes 12-seitiges gelungenes Artwork, ein Booklet mit allen Texten und Bandfotos. Die CD klingt für eine Eigenproduktion sauber und druckvoll.
Die Musik der Fünfer kann man als Symphonic-Black Metal mit Gothic Einflüssen bezeichnen. Die Musik ist sehr keyboardlastig. Dunkle mystische Melodien erinnern stark an die früheren CRADLE OF FILTH und DIMMU BORGIR-Alben.
Die Musik ist meist im Mid-Tempobereich gehalten. Die Gitarren harmonieren gut mit den Keyboards, sind aber sehr einfach, eigentlich fast nur zur Begleitung und auch im Gegensatz zu dem Keyboard etwas zu leise abgemischt. Sänger Chim versucht mit seiner Stimme zu variieren, was ihm aber nicht ganz gelingt. Die Stimme ähnelt außerdem zu sehr an die Stimme von Dani von CRADLE OF FILTH.
Alle Texte sind auf englisch, Außnahmen sind die Schlusszeilen von "Chains of Red Ice", welche auf russisch gesungen worden sind und "Pandora's Kiss", ein Song, welcher mit einem deutschen Wortlaut ausklingt. Sehr überraschend bei den obengenannten Liedern ist im übrigen, dass die letzten Songs der CD teilweise mit schrägen Humppa-Elementen ausgestattet worden sind. Ein Stilbruch wenn man so will, Stücke, an die man sich erst gewöhnen muss, jedoch auch aufhören lassen.
Das letzte Stück "Ancient Whispers" mit schönen, traurigen Melodien auf der Akustikgitarre und mit gesprochenem Flüstergesang beendet das kurzweilige Album. Die CD im Allgemeinen ist sehr gelungen! Wünschenswert wäre es, dass die Musik in Zukunft eigenständiger wird. Auch, daß die Gitarren etwas mehr Akzente setzen und sich bei der nächsten Aufnahme dem Keyboard nicht unterordnen. Es sollte ja immer noch Metal sein! Wie der aktuelle Sänger Benni klingt kann ich nicht sagen, da ich noch keine Aufnahmen kenne.


Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die neuen Stücke mit neuem Sänger anhören. Ein proffessionelles Video zum Song "Silencio" wurde zudem abgedreht, welches man hier sehen! Fazit: Fünf Punkte für "The Eyes of Medusa", 4 Punkte (von 6) für die Instrumentierung, ein Punkt für das Booklet und das Video.

 

Bewertung: 5/6
Evgenij /
31.03.2007



Magazin: Metallized.de

Album: The Eyes Of Medusa [Eigenproduktion]

Atrium Noctis haben ihren Undergrund-Status wohl entgültig satt; erfreuen uns die fleissigen Kölner um Bandchefin Hydra Gorgonia schon mit ihrem zweiten Album, nachdem man nach dem ersten Output sogar schon zwei DVDs auf den Markt geschmissen hat- und das alles in Eigenproduktion der 2002 gegründeten Schwarzwurzler, dies sei noch angemerkt. Ebenso kommt das Sextett sehr professionell herüber- schickt man mir doch eine gut produzierte und gepresste CD mit farbigen 8-Seiten Booklet und ansprechenden Artwork; ebenso lag für den Rezendenten eine zweiseitige Band-Info auf Hochglanzpapier gedruckt vor. Davon könnten sich das eine oder andere Label ruhig mal ein Scheibchen abschneiden. Der Silberling, welcher gerade wieder in meiner Anlage rotiert trägt den wohlklingenden Namen "The Eyes of Medusa" und lässt schon erahnen, dass nicht von eitel Sonnenschein erzählt, sondern sich in die Abgründe der menschlichen Seele gewagt wird, welche nunmehr in Form von Musik die metallische Welt erobern soll.

Stilistisch bewegen sich Atrium Noctis ganz klar in episch-sinfonischen Black- und Gothic-Gefilden, ohne jedoch stur im Fahrwasser von Dimmu Borgir und Cradle of Filth zu bleiben. Oft gelingen stilistische Ausbrüche und innovative Ideen, um die Neun Songs interessant und abwechslungsreich zu gestalten. Man legt Wert auf Tempi-Wechsel und Dynamik, welche mit schönen bombastisch anmutenden Melodie-Bögen verschmelzen und allen Tracks einen Hauch von Erhabenheit verleihen. Das Keyboard übernimmt grösstenteils die Melodie-Führung und steht klar im Vordergrund. Trotzdessen wird die Gitarrenarbeit nicht vernachlässigt, so dass sich Tasten und Saiten gut ergänzen bzw. miteinander harmonieren. Allerdings gehen mir einige Sounds der elektronischen Front im Laufe der zeit ein wenig arg auf die Nerven, die mich eher an die guten alten C64- bzw. Nintendo-Konsolen als an Yamaha, Korg & Co erinnern. Sie erscheinen mir platt und an manchen Stellen sehr dünn; meines Erachtens hätte ein wenig mehr "Echtheit" nicht geschadet. Ansonsten empfinde ich die Tastenarbeit mehr als gelungen. Ebenso erfreuen uns die Saitenzupfer mit dem einen oder anderen Solo, um der Keyboarderin mal eine wohlverdiente Pause zu gönnen und daran zu erinnern, dass keinesfalls nur Filmmusik mit Schlagzeug und Gesang gespielt wird.

Einen definitiven Sonderstatus erhalten ganz klar die Vocals. Sänger Benni keift, kreischt und ächzt in den variabelsten Tonlagen und gibt der Gruppe die ultimative eigene Note. Nicht seltern erinnert das Gekeife an Cradle of Filths Brüllwürfel Dani; jedoch behält Atrium Noctis´ Fronter diese Höhen nicht durchgängig bei und passt sich immer wieder prima der Grundstimmung der eh schon abwechslungsreichen Songstrukturen an.

Ein Anspieltipp wäre meinerseits der schnell gehaltene Song "Last Gate" welcher im Mittelteil einen sehr überraschenden Ausflug in Humppa/Ska- Gefilde mit Bläsereisatz macht, gepaart mit unheilvollem Gekeife. Dieses ist natürlich gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem irgendwie orginell. Ebenso kann ich den Nachfolge-Song "Chains of red Ice" empfehlen, denn dieses Werk sticht ebenfalls hinaus- musikalisch wie auch aus der Gesamtatmosphäre: Finntroll/Kromlek paaren sich mit schweren Gothic/Black Metal- Elementen; der Song erscheint sehr eigen und ist auf seine Weise fast schon der fröhlichste Song auf dem ansonsten sehr düster gehaltenen Album.

Mein Fazit: Gut gespielter Melodic Black/Gothic Metal mit einigen stilistischen Überraschungen und gut umgesetzten Arrangements, was der Sache mehr Individualität verleiht. Ingesamt verschmelzen alle Elemente zu einem düsteren, fast schon morbid-schönen Gesamtwerk, welches nur so vor Würde strahlt. Für Freunde von der dunklen Seite des Tasten- Metals sind Atrium Noctis mehr als empfehlenswert. Leute mit Keyboard- Allergie sollten allerdings einen großen Bogen machen.

Bewertung: 8,5/10
Sayarin /
13.11.2006

 

Magazin: Metalglory Magazine
Album: The Eyes Of Medusa [Eigenproduktion]

Die selbstproduzierte CD der Kölner Epic-Black-Metal-Band ATRIUM NOCTIS (gegründet 2002) fesselte mich von Beginn an und ließ mich fortan eine Weile nicht mehr los.
Drei Gründe waren dafür maßgeblich: Zum ersten ist der Gesang bei mir immer essentiell; bei Benny von ATRIUM NOCTIS fehlt es hier an nichts – die Mischung zwischen Gekeuche und Gekeife stimmt; zudem sind die audrucksstarken Vocals souverän genug auch mal cleane Parts zu meistern. Zweitens nahmen mich die vornehmlich im Midtempobereich angesiedelten durchwegs choreographieartig durcharrangierten Kompositionen mit viel Emotion und keyboardlastigem Pathos auf Anhieb gefangen – auch hier macht es die Mischung ! Und last but not least ist die Produktion für ein selbstproduziertes Album mehr als gelungen: Druckvoll, mächtig und dabei gleichzeitig filigran und transparent präsentieren sich auf nahezu einer Stunde die Augen der Medusa ...... und so lasset uns abdriften in ihr dunkles Schattenreich: ... „The Eyes Of Medusa” entfaltet seine ganze sinistre Kraft aber erst nach mehrmaligem An- bzw. bei genauem Hinhören, denn nur dann offenbaren sich weitere Kammern einer verborgenen Welt, wie der dezente Einsatz filigraner Klavierpassagen sowie weitere klassische Elemente, durchaus schnellere rohere Abschnitte mit Keifgesang (‚Snow On The Epitaph’), Folk-Humppa-Elemente (sehr überraschend !) bei ‚Last Gate’ bzw. ‚Chains Of Redice’, von einer Mischung aus Zither- und Spinettklängen stilvoll untermalter sehr stimmungsvoller Sprechgesang (‚Ancient Whispers’) und schwelgerisch-stimmungsvolle Soundtrackatmosphäre immer mal wieder zwischendurch.

Ich muß mir unbedingt den Backkatalog von ATRIUM NOCTIS mit immerhin drei DVDs (!!! – siehe Diskographie) besorgen. Fazit: Ein wundervolles Kleinod episch-schwarzmetallischer Kunst – eine melancholiche Reise in ein anderes düsteres Universum – 8 Punkte.

Bewertung: 8/10
Warmaster / 08.11.2006

  Magazin: Terrorverlag
Album: The Eyes Of Medusa [Eigenproduktion]
 
Sehr professionell aufgemacht und mit einem ordentlichen Sound kommt die neue Eigenproduktion der Atmospheric Black Metal Band ATRIUM NOCTIS daher. In einem dicken Booklet darf der Hörer die Geschichten mitlesen, die einem die junge deutsche Band hier erzählt. Denn genau das sind die Songs auf ,The Eyes of Medusa".
Die sehr keyboardlastigen Kompositionen entführen eine in mystische Dimensionen und erzählen düstere Geschichten aus anderen Welten. Musikalisch halten sich ATRIUM NOCTIS zum Großteil im Midtempo auf, und die Melodie wird ganz deutlich von Tastenfrau Hydra Gorgonia vorgegeben. Die Gitarren sind oft zum Großteil nur begleitend aktiv. So fallen die Songs meist sehr orchestralisch aus. Zieht die Band das Tempo mal etwas an und lässt die Gitarren etwas dicker kreisen (,Snow of thy Epitaph" oder auch ,Last Gate") kommen Erinnerungen an CRADLE OF FILTH hoch, was vor allem noch durch den noch höher kreischenden Sänger Benny verstärkt wird. Aber wie schon angedeutet sind solche Ausflüge etwas zu rar, obwohl es dem Sound eigentlich gut steht. So wirken Lieder wie ,Tauris" oder ,Day of Rebirth" mit ihrem teils schleppenden Sound etwas langatmig, Uptempo-Tracks à la ,Pandora's Kiss" dagegen können einen schon deutlich mehr mitreißen. Gut kombinieren kann das alles ,Silencio", wo man die symphonischen Parts schön mit fetten Gitarren verbindet und sowohl getragene Passagen als auch schnellere Phasen verwendet.
Bei diesem Song zeigt auch Benny, welch vielseitiger Sänger er sein kann und setzt sowohl düstere Worte als auch fiese Krächzer gut platziert ein. Meiner Meinung nach könnten ATRIUM NOCTIS mit ,Silencio" ihren Sound gefunden haben, denn dort verbindet man fast optimal alle vorhandenen Facetten. So darf man sicherlich gespannt sein, welchen Pfad das Quintett als nächstes einschlagen wird.

Bewertung: Keine
 Fafnir / 02.05.2006



Magazin: Speed of Light
Album: The Eyes Of Medusa [Eigenproduktion]

Diese CD ist also eine harte Nuss. Man kann sie schwer beschreiben und bewerten und sie ist nicht für den Alltag bestimmt (kein „Gassenhauer“). In diesem Genre ist es nicht geläufig, doch wenn man viel experimentiert, kann man so etwas wie „The Eyes of Medusa“ erschaffen. ATRIUM NOCTIS aus Deutschland spielen symphonischen Black Metal. Eine Gattung, die leicht „ins Ohr“ geht, und wo nicht viel Neues passiert. ATRIUM NOCTIS hat sich jedoch dafür entschieden, dass es wohl (fast) alles verwendet, was im symphonischen Black Metal verwendet worden ist und es zusammenmixt. Das erste Stück „Zerberon“ ist also ein atmosphärisches Epos in einem nicht gerade schnellen Tempo, wo es mehr um die Atmosphäre als um Metal geht. Das Tempo wie bei THERION, die „Schwärze“ wie von den Italienern GRAVEWORM (ähnlich). Im zweiten Stück „Snow on thy Epitaph“ haben wir CRADLE OF FLTH. Auch der Gesang ... Dann zirkuliert es irgendwo zwischen GRAVEWORM-Stil, CRADLE/DIMMU und gothic symphonischen Black Metal. Es wird immer technisch korrekt gespielt und die Band will niemanden kopieren. Vorrangig ist die Atmosphäre (das ist sehr wichtig). Die Band hetzt nicht (es finden keine Klaviatur-Stürme statt, und schnellere Passagen dauern selten lange) ATRIUM NOCTIS spielt aber kein black/doom metal wie z. B. UNHOLY u. ä. Es ist black, aber gewiss nicht auf das Tempo ausgerichtet. Als würde die Band etwas Angst davor haben (oder schaffen sie es technisch nicht, so schnell zu spielen?) Das Tempo ist also eher rollend. Erst das sechste Stück „Last Gate“ erklingt etwas schneller mit einem moderaten Death-Gesang. Es schließt aber mit einer originellen Melodie ab, wie von „nikoho“. Das nächste Stück „Chains of red Ice“ ist wiederum etwas durchsetzt mit Folk-Rhythmen, ich dachte schon es wird ziemlich „finnisch“, doch zum Schluss wird es wieder atmosphärisch black. Das Ausspielen auf der Klaviatur klingt wie „od kolotocov” bzw. KORPIKLAANI. Das ganze Album ist ziemlich pompös. Im ganzen hat die CD eine besondere Atmosphäre und hohe Originalität. Schließlich ist es nicht der Stil von CRADLE/DIMMU noch von „vampire metal“, keine Spur von power metal oder reinem Gothic. Es ist so seltsam, von allem etwas. Immer symphonisch, fast immer im gleichen Tempo. Es ist die zweite CD dieser Deutschen und wenn ich ein Label hätte, würde ich sie nehmen. „The Eyes of Medusa“ ist ein gutes, aber ein „schweres“ symphonisches Blackmetal-Werk. Neben der ziemlich häufigen „Langsamkeit“ und einigen komplizierten Übergängen hat es keinen Fehler. Wirklich sehr interessant als Ganzes! Etwas schneller ist nur der vorletzte Song „Pandora’s kiss“. Das Keyboard ist das ausdruckstärkste Instrument in der Musik dieser Deutschen.

 Bewertung 8/10
Mato Kimlicka / 2005

 

Magazin: Mordor Magazin
Album: The Eyes Of Medusa [Eigenproduktion]

Einige Zeit ist seit dem letzten Output der Deutschen Band ATRIUM NOCTIS vergangen. Stilistisch hat sich bei den Schwarzmetallern nichts verändert, immer noch sind gewaltige Melodien und eine tiefschwarze vampirische Atmosphäre vordergründig. Jedoch merkt man das die Band einen gewaltigen Schritt vorwärts gegangen ist. Die Songs bis ins letzte
Detail durchdacht sind und zum teil Wahre Sinfonien geworden. Auch äusserlich ist der Silberling absolut Professionell aufgemacht und im dicken Beiheft lassen sich alle Texte nachlesen. Wie schon erwähnt sind die Lieder von ATRIUM NOCTIS sehr melodisch und beinhalten reichlich Keyboard, was letztlich auch für die gespenstige Stimmung sorgt. Die neun Lieder tummeln sich alle im Midtempo Bereich und ich frage mich warum die Band nicht mal einen Zahn zulegt und sich auch mal dem Geschwindigkeitsrausch hingibt. Die Gitarren haben bei den Liedern, wie schon auf dem Vorgänger oft eine rein begleitenden Funktion. Jedoch bekommt das Schwarzmetallische Herz, auf diesem Output deutlich mehr fette Riffs um die Ohren geknallt, als beim Vorgänger. Bei einigen Songs wagt man es sogar richtig nordische Riffs zu spielen, was für angenehme Abwechslung sorgt und der CD die nötige Härt gibt. Um so mehr gelingt es der Band die einzelnen Songs Stimmungsvoll zu gestallten und düsteres Stimmungen zu erzeugen. Musikalisches Fazit zu "The Eyes of Medusa": ATRIUM NOCTIS liefern durchdachte Songs ab, bei denen das ganzes Augenmerk auf die Atmosphäre gelegt ist. Grundlegendes Fazit: The "Eyes of Medusa" ist ein Album das den meisten Anhängern von Symphonic Black Metal recht gut gefallen dürfte. Die CD dürfte bei Fan`s der frühen Cradle of Filth Werken, aber auch Anhänger des Gothic Black Metals gut ankommen. ATRIUM NOCTIS liefern hier ein CD ab die mit beiden Beinen auf dem Boden steht und spielerisch und Soundtechnisch absolut Top ist. Die neun Songs bieten eine Spielzeit von über 50 Minuten. Alles in allem eine feine CD, die ich oben erwähnter Hörerschaft durchaus empfehlen kann.

 


Discography